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17.-18.03.2007
Am Bösenstein, aber nicht ganz am Dreisteckengrat
Stefan, Marco und Homer unterwegs in den Niederen Tauern

Seit Wochen schon hat er gerufen, der Berg. Nun endlich konnte man dem Ruf auch folgen.
Und so begeben sich Marco, Stefan und Herr Homer für ein Wochenende in die Niederen Tauern.

Marco, die nimmermüde Berggazelle, hat für die beiden Tage zwei Touren zusammengestellt - zwei Touren, die auch bei günstigsten Verhältnissen nicht unter 14 Stunden zu schaffen wären. Dass wir von günstigsten Verhältnissen ewig weit entfernt sind - sowohl physisch als auch meteorologisch - müssen wir schon bald akzeptieren. Sturm und und viel Schnee zwingen uns zur spontanen Planänderung. Besteigung der Hochheide, Drei Steckengrat und der Weiterweg zur Edelrautehütte werden gestrichen. Es bleibt der Aufstieg zum Stein am Mandl (2043m), und der Weg mehr oder weniger am Grat, auf und ab über Diwaldgupf (2125m), Seegupf (2011m) und Moserspitz (2230m).


Stefan und Homer

Stefan und Homer

Stefan am Moserspitz

Der Grat wurde gestrichen.

Das ewige Rauf und Runter und der permanent stark blasende Wind, lassen auch auf der gekürzten Variante keine Volksschulenhalbtagswandertagsstimmung aufkommen.

Während Marco vorn davongaloppiert, muss Stefan bitter zur Kenntnis nehmen, dass Vatersein allein, weder Kraft noch Kondition bringt.

Um 18 Uhr sind wir wieder beim Parkplatz. Anstatt über die Berge und Grate fahren wir nun auf der Straße zur Edelrautehütte - zu Kasspätzle und Kaiserschmarren.

Das Essen und das Bier geben uns den Rest. Mit vorletzter Kraft suchen wir eine neue Tour für den nächsten Tag und mit allerletzter Kraft schleppen wir uns die Treppen zum Lager hoch. Das gilt für Stefan und Homer. Würde es nach Marco gehen, wären wir schon längst mit Stirnlampe unterwegs zur Nachtbesteigung des Bösenstein.

Da aber die Zwei-Drittel-Mehrheit die Nachtruhe beschließt, muss der Bösi auf unseren Besuch noch warten. Und das zahlt sich aus.


einfach nur müde

Am Hauseck.
Im Hintergrund die Xeis-Berge.

kurze Kletterei

Stefan in der Rinne

Am Sonntagmorgen präsentiert sich der Berg unter blitzblauem Himmel. Das erste, das wir dann feststellen: Wir sind die einzigen Menschen weit und breit ohne Schi an den Füßen. Und so stapfen wir durch den Schnee, während um uns herum die Tourengeher auf ihren Brettern dem Gipfel entgegenziehen - voll Vorfreude auf die Abfahrt. Die wir nicht haben werden!


Homer in der Rinne

Homer, Kreuz, Stefan, Marco am Bösenstein

Blick vom Gipfel

rechts, die schmale Rinne ging´s hinauf

Egal, dafür haben wir eine lässige Winterbesteigung über die Sommerroute, den Grat entlang.Weil der viele Schnee die Markierungen zudeckt, improvisieren wir ein bisserl. So machen wir einen kurzen Abstecher in einen Kamin, müssen aber wieder umdrehen und abklettern, da ein Weiterklettern ohne Sicherung zu gewagt wäre. Also steigen wir durch eine ca. 40 Grad steile Rinne hoch zu einer Schulter. Und dann wieder am Grat über Felsen und Schneewächten zum Gipfel.

 

 

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