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Am 12. Juli 2011 ist Marco beim Abstieg vom Fußstein tödlich abgestürzt.

Niemanden hätte das Attribut "bergnarrisch" besser beschreiben können als Marco. Marco war fasziniert und begeistert von den Bergen. Wenn es um Berge ging, dann hatte er das Funkeln in den Augen und ein breites Grinsen bis weit über beide Ohren stand ihm im Gesicht.

War er am Berg unterwegs, und das war er so gut wie jede freie Minute, dann war er aufgeweckt wie ein kleines Kind am Spielplatz nach 17 Tafeln Schokolade und 5 Bechern voll Schokoladeeis an einem sonnigen Sommertag.

Trotzdem bewegte sich Marco im alpinen Bereich immer äußerst umsichtig. Beim Sichern im Fels konnte man ihm vollstens vertrauen und beruhigt vorsteigen. Und es war ganz egal ob er eine Schitour, Klettertour oder Hochtour plante, seine Unternehmungen hatte er stets akribisch vorbereitet. Ich staunte nicht wenig, als er mir einmal vor einer gemeinsamen mehrtägigen Tour ein Weg-Höhen-Zeit-Diagramm unter die Nase hielt.

Wenn man mit Marco auf einer mehrtägigen Tour war, dann war er in der Früh schon fix und fertig angezogen, während alle anderen nicht mal noch den Schlafsack geöffnet hatten. Und wenn man dann selbst doch irgendwann den Weg vom Lager in die Wirtsstube geschafft hat, dann stand Marco bereits abmarschbereit vor der Hütte. Dabei wäre er nie ungeduldig oder unfreundlich geworden, noch hätte ihm das seine gute Laune verderben können.

Diese gute Laune und seine motivierende Begeisterung wird wohl allen fehlen, die mit ihm unterwegs gewesen waren.

Ich war gern mit ihm unterwegs. Leider war ich das viel zu selten.

Homer


Marco, rechts im Bild,
am Gipfel des Großen Bösenstein
18.03.2007