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12.08.2013
Hohes Dirndl - 2829m
Westgrat
uwe und homer

Gebirge: Dachstein
Region: Steiermark / Österreich
Talort: Ramsau am Dachstein, 1135m
Ausgangspunkt: Bergstation Dachstein-Südwandbahn
Zustieg: auf markierter Spur (eigentl. Weg) zur Seethalerhütte, von dort zum Grat
Schwierigkeit: 3+
Abstieg: Abseilen auf den Gletscher
Topos: bergsteigen.com
Genuss-Kletteratlas Österreich Ost, Band 2/Steiermark; Schall Verlag

Meine Meinung
  • echt nette Genusstour
  • fester Fels
  • schöne, ausgesetzte Passagen
  • toller Aus- und Tiefblick
  • aber letztlich doch etwas zu kurz um den wirklich großen Berghunger zu stillen
Tipps und Hinweise
  • mit der Schladming-Card gibt es 1x innerhalb von 7 Tagen Berg- und Talfahrt mit der Dachstein-Südwandbahn gratis. mehr auf www.sommercard.info
  • an schönen Tagen im Sommer früh zur Seilbahn kommen, da es an diesen Tagen sehr lange Wartezeiten gibt

report
bilder: homer, uwe
text: homer

Am Ende war das Fließband

Und wieder einmal, man kennt das ja: Tagelang ist das Wetter stabil und dann kommt der langgeplante Bergtag und die Wettervorhersage verkündet Regen ab Mittag. Das ist uns zu unsicher für unsere derzeitige Verfassung und unser derzeit zu erwartendes Tempo. Also wenden wir uns vom Plan A, dem Perner/Pfannlweg, ab und Plan B, der Sicherheitsvariante, zu:
» bequemer Aufstieg mit der Südwandbahn
» Spaziergang zur Seethalerhütte
» Westgrat aufs Hohe Dirndl

Anfangs ist es noch ziemlich nebelig, was den Spaziergang zur Seethalerhütte aber auch nicht viel spannender macht. Aber immerhin mussten wir doch einmal etwas länger nach den Schneestangen am Wegesrand suchen.

Vom Ausstieg des Johann Klettersteigs schauen wir in die Dachstein-Südwand und zum Dachstein-Gipfel. Ich mit Wehmut. denn der Hohe Dachstein wartet immer noch auf meinen Besuch. Doch einen solch altehrwürdigen Gipfel will ich nicht zur Hälfte mit der Seilbahn erreichen. Somit kam er für heute wieder einmal nicht infrage.

Und so wenden wir uns dem Dirndl-Westgrat zu und genießen die Genusstour, erfreuen uns am festen Fels und dem Tief- und Fernblick sobald die Wolken aufreißen. Das tun sie immer wieder und immer länger. Eigentlich scheint das Wetter zu halten.

Trotzdem gehen wir nicht weiter zum Kleinen Dirndl, machen also nicht die Überschreitung, sondern steigen ab zum Abseilen.

Kurz vor der Bergstation sehen wir im Tageslicht dann auch das, was in der Früh der Nebel noch gnädigerweise verborgen hielt: Das überdachte Förderband hinauf zur Bergstation.

Am Ende unserer Tour standen wir also noch mal vor einer schwierigen Entscheidung: Sollen wir oder sollen wir nicht? Peinlichkeit hin, Abartigkeit her: Wir tun es! Und so verpassen wir auch nicht den Gipfel der Skurillität: die Musikbeschallung am überdachten Fließband für Touristen.

Wir steigen in die Gondel und verlassen das Remmidemmi rund um Skywalk, Himmelsleiter, Eispalast und Förderband.

Und wenn ich wiederkomm, dann geht´s rauf auf den Hohen Dachstein. Ehrlich!


fotos