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1.12.2007
Über den Rauhen Kamm auf den Ötscher, 1893 m
stefan, max und herr homer

ausgangspunkt: ötscherwiesen
zustieg: raneck, bärenlacken
route: rauher kamm

start um 10 uhr, am gipfel um 13 uhr, zurück beim auto um 14 uhr, daheim um 16 uhr.
das war homers zeitplan - in der theorie!
die einzigen, die diesen plan eingehalten haben, waren die mädls daheim, die um 16 uhr mit der jause auf uns gewartet haben - da waren wir gerade mal am gipfel!

der weg dorthin:
wir parken in ötscherwiesen, packen die rucksäcke, schnallen die schi an und gehen los. zunächst auf der netterweise ungestreuten straße hinauf aufs raneck. und von raneck am tief verschneiten forstweg nach bärenlacken.

dann wird es mühsam:
im wald geht es steil bergauf. schnee gibt es da kaum noch. bald müssen die schi auf den rücken. immer wieder verfangen sie sich in den ästen der bäume. ein bisserl deppert muss man ja schon sein, um an solch einer schweißtreibenden tortur gefallen zu finden. nach viel schwitzen und einigem fluchen kommen wir dann doch wieder raus aus dem wald und stehen vor dem ersten felsaufschwung - dahinter der gesamte rauhe kamm, der sich richtung gipfel hoch schwingt.

dieser anblick macht klar:
unser zeitplan wird nie einzuhalten sein!

nun wird es aber interessant und abwechslungsreich:
mal führt der weg neben den felsen über abschüssige schneefelder, dann wieder direkt über die felsen. eine horde von gämsen demonstriert uns, wie schnell und sicher man in diesem gelände unterwegs sein kann. für uns hingegen wäre es durchaus kein nachteil an manchen stellen die steigeisen anzulegen – doch sie bleiben im rucksack.

erst um 16 uhr stehen wir am gipfel:
wir erleben einen spektakulären sonnenuntergang. als die sonne weg ist, wird es schnell kalt. wir beginnen mit der abfahrt – wollen mit der abfahrt beginnen. denn schon nach wenigen metern schnallen wir die schi wieder ab. der wind hat den schnee verblasen. erst weiter unten ist es möglich mit den schiern abzufahren – mittlerweile in völliger dunkelheit. aber bald sind wir auf der schipiste und kommen so gut ins tal.

von da ist es noch ein bisserl ein hatscher zurück nach ötscherwiesen:
nicht allzu lang, aber wenn man schon ziemlich geschlaucht ist und eigentlich eh keine lust mehr hat, dann doch eher weit!

nach acht stunden sind wir zurück beim auto:
die jause daheim haben wir versäumt – und das abendessen auch! das war es aber wert.