home | tourenbuch | galerie 

10. und 11.05.2008
unterwegs auf den dachsteingletschern
durchstieg der torstein eisrinne als höhepunkt
stefan, pauli, uwe, claudia, rainer, homer

torstein - 2248m
gebirge: dachstein
ausgangspunkt: adamekhütte
aufstieg: torstein eisrinne
schwierigkeit: 55° / 300m
abstieg: wie aufstieg
text: homer
fotos: homer
fotos von stefan folgen

freitag 9.05.2008
anreise

wien liegt nun mal nicht in den wirklich hohen bergen. so startet jede interessantere aktion mit einer mühsamen anreise.
» 1. stopp: wien 8, lerchenfelderstraße, öav - ausleihen des av-schlüssels für die adamekhütte
» 2. stopp: and go auf der triesterstraße richtung südautobahn
» 3. stopp: leoben, hofer - versorgung mit lebensmittel
» 4. stopp: ramsau, pizzeria - beseitigung des hungergefühls
» 5. stopp: 22:05 uhr, dachsteinsüdwand, hotel türlwand - nächtigung...

... zuvor letzte besprechungen, also blöd reden, anpassen der steigeisen, materialcheck.
» kommunikationsproblem: nur ein kocher hat es zum dachstein geschafft!
» nun die große frage: gibt es wasser auf der adamekhütte?
» denn: für sechs personen schnee schmelzen auf nur einem kocher, das dauert - und benötigt wohl mehr als eine halbvolle gaskartusche...

samstag 10.05.2008
schitouren am hallstätter- und gosauergletscher

» frühstück: gute semmeln, gute haselnusscreme aber keine infos zum wasser auf der adamekhütte. also werden wir kräftig wasserflaschen schleppen!


claudia, uwe, pauli, rainer

torstein, mitterspitz, dachstein

» auffahrt mit der seilbahn: gut investierte 18 euro angesichts unserer schweren rucksäcke, voll gepackt mit proviant für zwei tage, eisausrüstung, gletscherzeugs, schlafsack, wasser, fotoaparaturen und dem einen oder anderen wohl unnötigen schnickschnack, das man aber zum zeitpunkt des packens noch nicht als unnötig erkannt hat - wie zb. das kleine rote feuerwehrauto des sohnes.
» schitouren am hallstättergletscher: wir schleppen uns und unser zeug vorbei an dirndl und großen dachstein und errichten unterhalb des kleinen dachstein ein depot. dort lassen wir alles zeug und fahren auf einer herrlichen firndecke ab zur simonyhütte. die hat leider und überraschend gschlossen - somit kein wasser. von da an, befüllen wir unsere wasserflaschen immer wieder mit schnee.

» über die steinerscharte: zurück beim depot schultern wir wieder unser gepäck und steigen über die steinerscharte. auf der einen seite mühsam rauf über einen verschneiten klettersteig. auf der anderen seite mühsam runter durch völlig aufgeweichten tiefschnee.

» der erste blick: von der scharte aus, blicken wir zum ersten mal auf die eisrinne - und stellen fest: das schaut steil aus!

» obere windlucke: stefan, pauli und homer steigen am gosauergletscher noch zur oberen windlucke auf, während die anderen schon mal zur hütte abfahren.
» übervolle hütte: auf der hütte, mit ihrem winterraum für 6 personen, sind wir nicht die einzigen. eine 7-köpfige gruppe ist bereits da. das heißt, es wird eng. nach und nach erreichen noch 5 weitere personen die hütte. macht insgesamt 18 personen. das heißt, es wird noch enger. und da braucht man sich auch gar nicht großartig mit wahrscheinlichkeitsrechnungen beschäftigen, um sagen zu können: einer schnarcht sicherlich - und stinken tut es sowieso immer!

» nacht im freien: für den geräusch- und geruchssensiblen herrn homer steht schnell fest: geschlafen wird draußen. stefan und pauli wählen ebenfalls den platz unter freiem himmel. im hauptabendprogramm: sonnenuntergang hinterm gosaukamm.


sonntag 11.05.2008
durch die eisrinne auf den torstein

» nicht die schnellsten: man kann es drehen und wenden, wie man will: die schnellsten in sachen aufbruch sind wir nicht. wer daran schuld trägt, ist klar: immer die anderen. naja, in dem fall vielleicht nicht unwesentlich herr homer, der in der zeit zwischen 5:30 und 7:00 uhr abwechselnd seinen stoffbeutl und seinen handschuh sucht.
» schnell beim einstieg: immerhin schaffen wir es flott zum einstieg. dort aber dauert es wieder etwas länger, bis wir losstarten.

» sulz statt firn und von eis keine spur: der schnee in der rinne ist sehr weich. immerhin knallt die sonne ja bereits eine ganze weile voll rein. der aufstieg ist also ein reines hochstapfen und hat nicht viel mit firn und schon gar nichts mit eis zu tun.
» was bleibt sind die 55° und die höhe: und das erlebnis des ersten mal - interessant und sehr lässig.
» nicht die langsamsten: nach 1:45 stehen wir am gipfel.

» zurück über die steinerscharte: der schnee in der steinerscharte ist heute (noch?) fest. so kommen wir doch noch zu einem kurzen aufstieg im firn.

» spuren in den oberschenkeln: das viele rauf und runter macht sich nun auf den letzten metern zurück zur gondelstation in den beinen bemerkbar. eine letzte prüfung wartet aber noch: die abfahrt durchs edlgries. der weg dorthin führt zunächst über eine eisenleiter, dann durch einen stollen.
» landschaftlich schön aber: die abfahrt ist landschaftlich sehr schön, doch der schnee wird mit jedem höhenmeter, den wir tiefer kommen, weicher und dementsprechend unangenehmer zu befahren.

» am ende: steht eine lange heimfahrt zurück nach wien.
» das war´s wert: aber das nimmt man für so ein wochenende dann doch gern in kauf.
» kleines bisserl bitter: auch wenn aufgrund des fehlenden firns ein kleines bisserl bitterer nachgeschmack bleibt...
» man kann eben nicht alles haben: aber vielleicht beim nächsten mal.