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15.07.2008
Piz Boe - übers Mittagstal
gigi, uwe und jens

piz boe - 4049
gebirge: sellagruppe
aufstieg: durch das mittagstal
abfahrt: durch das mittagstal
text: uwe
bilder: gigi, uwe, jens

 

Nachdem das Wetter unseren Versuch vereitelte, den Großglockner im Winter mit Tourenski zu erklimmen und vielmehr noch danach von selbigem abzufahren, entschlossen wir uns kurzerhand in den sonnigen Süden, in die Dolomiten, zu fahren. „Wir“, das waren letzten Endes Gigi und ich, da Pauli krankheitsbedingt w.o. geben musste, und Jens Reindl, Birgits Bruder, der für solche Spässe immer zu haben ist.

Quartier wurde auf der Hinfahrt in Corvara im Abteital reserviert. Der Ort bietet liegt direkt an der Sellarunde und bietet sich auch als Ausgangspunkt für unzählige Skitouren an. Nachdem wir uns im Bergführerbüro über die Lawinensituation erkundigt hatten und wir diese als hinreichend sicher (für uns) befanden, entschlossen wir uns durch das Mittagstal den Piz Boe (3154m) zu erklimmen. Wir hatten das Glück diejenigen zu sein, die ihre Spur durch den noch jungfräulichen Pulverschnee gen Gipfel zogen. Durch eine steile Rinne erreichten wir die Gipfelkalotte des Piz Boe, wo der Weg uns über einen Klettersteig zum letzten Aufschwung führte.

Die Abfahrt war dann größtenteils sehr gut zu fahren, wobei die steile Rinne (die wir vorher ohne Ski im Aufstieg nahmen) sicher das Highlight dieser 1600 Höhenmeter langen Abfahrt war.

Da wir bereits um 15:00 Uhr wieder im Tal waren kauften wir uns noch eine Punktekarte für den Lift und ruinierten unsere geschundenen Körper endgültig.

Tag 2: Col Toron (Bilder ab Bild 11)
Am zweiten Tag gings dann auf den Sas Ciampac (nur 1000 Höhenmeter). Gigi, gezeichnet vom Vortag, klinkte sich bei der Hälfte aus und so war es nur Jens und mir beschert, abermals durch frischen Pulverschnee aufzusteigen und abzufahren. Dadurch, daß der Gipfelhang des benachbarten Col Toronn attraktiver aussah als der Sas Ciampac, disponierten wir um und spurten Richtung Col Toronn. Oben am Gipfel konnte man in der Ferne sogar den Glockner ausmachen, unser eigentliches Ziel. What shalls – er wird schon noch länger stehen (es sei denn Homer bastelt noch ein paar Abseilstände dort).

Alles in allem ein tolles Wochenende und sicher nicht das letzte, das wir im Land der Felstürme verbringen werden.